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Museum des Monats

Das Wallraf-Richartz-Museum in Köln

Das Wallraf-Richartz-Mueum ist das älteste Museum der Stadt Köln und zugleich eines der frühesten bürgerlichen Museen Deutschlands. Es besteht seit dem Jahr 1824. Anlass für die Gründung war die Stiftung des Gelehrten und letzten Rektors der Kölner Universität Ferdinand Franz Wallraf (1748-1824). Testamentarisch vermachte er der Stadt Köln 1818 seine umfangreiche Kunst-, Mineralien-, Malerei-, Kupferstich- und Büchersammlung, die sich vorwiegend aus Säkularisationsgut zusammensetzte. Nach diversen provisorischen Unterbringungen konnte die Sammlung 1861 ihren ersten eigenen Bau beziehen, dessen Errichtung von dem Kölner Kaufmann Johann Heinrich Richartz (1795-1861) finanziell entscheidend gefördert wurde. Daher der Name Wallraf-Richartz-Museum.

Abteilung 19. Jahrhundert, Besucher vor dem Munch Gemälde, Copyright Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Abteilung 19. Jahrhundert, Besucher vor dem Munch Gemälde

 

Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde an gleicher Stelle 1957 ein neues Museum nach den Plänen der Architekten Rudolf Schwarz und Josef Bernhard errichtet, dass aber schon bald zu klein wurde. Die Sammlung wuchs, unter andern durch weitere Kunststiftungen durch des Ehepaar Peter und Irene Ludwig im Jahr 1968 und 1994.

So beschloss der Rat 1995 einen eigenen Neubau für das Wallraf-Richartz-Museum im Zentrum der Stadt. Das kubische Gebäude befindet sich zwischen Rathaus und Gürzenich. Es wurde von dem Architekten Oswald Mathias Ungers entworfen und zeigt auf einer Ausstellungsfläche von 3.500 Quadratmetern Grafik und Malerei vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert. Als der Schweizer Sammler Gérard Corboud 2001 zahlreiche impressionistische Gemälde als Dauerleihgabe überließ, wurde der Name des Museums erweitert, er lautet nun offiziell Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud.

Die Nordfassade - Copyright Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Die Nordfassade - Copyright Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

 

Mit der Fondation Corboud besitzt das Wallraf-Richartz-Museum die umfangreichste Sammlung neo-impressionistischer Kunst in Deutschland. Werke von Van Gogh, Cézanne, Gauguin, Bonnard, Ensor und Munch leiten die Moderne ein.

Seit September 2006 trägt das Museum den Slogan: „Wallraf das Museum“. Ein Besuch lohnt sich. Man sollte sich die Zeit nehmen und zwischen durch eine Pause im Café machen.

 

Raumplan


Etage 3
19. bis 20. Jahrhundert
C.D. Friedrich, Corot, Courbet. Menzel. Feuerbach, Böcklin, Monet,. Cezanne, Sisley, Renoir, Leibl, Van Gogh, Slevogt, Munch, Gauguin u.a.

Etage 2
17. bis 18. Jahrhundert
Bordone, Rubens, Van Dyck, Rembrandt, Piazzetta, Boucher U.a.
GRAPHISCHES KABINETT

Etage 1
13. bis 16. Jahrhundert
Meister des Bartholomäus-Altars. Lochner, Dürer, Cranach u.a.
STIFTERSAAL

Etage 0
SHOP, CAFÉ, ATELIER, LOUNGE

Etage -1
Sonderausstellungen
Mit mindestens drei großen Wechselausstellungen pro Jahr, vielen Vorträgen, Führungen und Veranstaltungen bietet das Wallraf immer wieder originelle und hochkarätige Anlässe zum Wiederkommen.

Derzeit ist noch bis zum 15. Mai 2011 die Ausstellung Alexandre Cabanel - die Tradition des Schönen zu bewundern.

Fotos © Copyright Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

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